Bei der "Fender Musical Instruments Corporations" handelt es sich um einen US-amerikanischen Konzern auf internationaler Ebene, dessen Hauptsitz sich in Scottsdale (US-Bundesstaat Arizona) befindet. Das Unternehmen gründete Leo Fender (1909 bis 1991) im Jahre 1946. Fender kam aus der Elektronikbranche, ursprünglich leitete er ein Geschäft für Radio- und Fernsehtechnik, wobei er hier bereits Reparaturen für Plattenwechsler (nämlich für "Jukebox"-Geräte) durchführte. Erst später begann er mit Instrumenten, setzte dann mit Verstärkern fort. 1970 zog er sich aus seinem Unternehmen zurück. Die Firma gilt bis heute zu einem anerkannten Hersteller für Gitarrenverstärker, E-Bässe und E-Gitarren; es ist dies einer der größten Betriebe der Branche. Doch welche Fender Gitarrenverstärker machen bis heute von sich reden?
Die wichtigsten Produkte der zweiten Hälfte des 20. Jhd.
Hier ist zunächst der Fender Gitarrenverstärker mit der Bezeichnung "Fender Twin Reverb" zu nennen. Dieser wurde im Jahr 1952 auf den Markt gebracht und wurde innerhalb der folgenden Jahrzehnte einer Anzahl von Weiterentwicklungsstadien unterzogen. Genutzt wurde dieses Modell von unter anderem Kurt Cobain, Eric Clapton, Jimi Hendrix und den Beatles. Variationen bzw. Entwicklungsstadien wurden benannt als "Twin Reverb II", "Twin Reverb ´65" und der "Cyber Twin", der bereits im Januar 2001 eingeführt wurde. Der "Twin Reverb II" entstammte dem Jahr 1982 – hier wurde mit einer Ausgangsleistung von 105 Watt gearbeitet; Folgeentwicklung wurde schlicht "The Twin" genannt (seit 1987). Man konnte hier die Kanäle simultan bedienen und Musiker dankten an dieser Stelle für die lauten, "sauberen" und klaren Töne, die durch dieses Gerät erzeugt wurden.
Bei dem "Fender Bassman" handelt es sich um ein Verstärkermodell, welches in den Jahren zwischen 1951 und 1985 angefertigt wurde. Hier wurde eine Röhrenbauweise angewandt – das Gerät wurde elektrisch betrieben. Dieses Prinzip hatte man ursprünglich zur Verstärkung von E-Bässen konzipiert. Der "Fender Bassmann" wurde unter anderem von Stevie Ray Vaughan, George Harrison, Shellac und Buddy Guy genutzt und ist auch aktuell noch in Gebrauch. Mit seinen klangerweiternden Eigenschaften trug genau dieses Gerät dazu bei, dass Instrumentalisten einen Gitarrenverstärker nicht nur zur Lautstärkeregelung einsetzten – seit dem Bestehen dieses Gerätes erhielt ein Verstärker immer mehr den Rang eines eigene, gewissermaßen vollwertigen Instrumentes, welches man dem Liedvortrag hinzuaddiert, aber zu welchem man keinen weiteren Musiker benötigt. Ab 1977 hat der "Fender Bassmann" mehr als 100 Watt Ausgangsleistung.
"Fender Deluxe Reverb" und "Fender Super Reverb"
Bei diesem Gerät handelt es sich um einen "Klassiker", der aus zwei Röhren eine Endstufenleistung von 22 Watt vorweist. Bereits auf kleinen Bühnen lässt sich so ein verzerrter Sound erzeugen, der zudem auch sensibel noch steuerbar ist. Zwei voneinander unabhängige Kanäle sind vorhanden ("Normal", "Vibrato"). Jeweils ist hier ein Bass- und Höhenregler sowie die Lautstärkeregulierung integriert. Den "Fender Super Reverb" stellte man 1964 vor mit einer Ausgangsleistung in Höhe von 40 Watt (zwei Endstufenröhren). Ab 1968 erhöhte man hier auf 45 Watt, noch später auf 70 Watt. Zwei Kanäle sind vorhanden – auf beiden ("Normal", "Vibrato") können die Höhen noch angehoben werden. Der Vibratokanal selbst lässt sich noch in der Mitte steuern.