Gitarrenverstärker in Reparatur geben

By admin on Friday, November 11, 2011
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Wer eine Gitarrenverstärker Reparatur selbst durchführen möchte, für den ist eine Vorkenntnis über Bauteile und Arbeitsweise eines solchen Gerätes unabdingbar. Nicht immer ist es empfehlenswert, einen Gitarrenverstärker in Reparatur zu geben, wenn dort – wie vom Kfz-Handel bekannt – dann auch Leistungen durchgeführt und in Rechnung gestellt werden, die nicht wirklich der Sache dienen. So werden im Folgenden nun Elemente vorgestellt und benannt, aus denen Gitarrenverstärker bestehen. In jedem Fall kann der Fachhandel für Elektro- oder Musikbauteile diese Begriffe zuordnen und Kunden entsprechend bedienen.

 

Die Teile eines Verstärkers

Welche Komponenten machen einen Gitarrenverstärker aus? Es ist dies zunächst der Signaleingang – dieser wird meistens durch eine Verbindung mit einem Mono-Klinkenstecker (6,35 Millimeter) realisiert. Weiterhin benötigt man die Vorverstärkung (in Verbindung mit einem Lautstärkesteller; Fachbegriff: "Gain"), den Klangsteller (Fachbegriff: "Equalizer"), mit welchem Höhen, Mitten, und Bässe variiert werden. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Terminus der "linearen Verzerrung". Auch die Endverstärkerstufe und das Lautsprechersystem ebenso wie das Netzteil sind Elemente der Gesamtkonzeption. Für das Lautsprechersystem nutzt man üblicherweise Elemente mit Diagonalen von 20 bis 40 Zentimetern. 30 Zentimeter und 400 Watt Leistungsstärke – dies ist ein übliches Maß. Die Ausgangsleistungen selbst jedoch liegen zwischen 2 und 350 Watt. Eine Hallspirale nun erzeugt den künstlichen Nachhall – ebenso baut man Tremolos oder den Effekt eines Chorus optional ein.

 

Einen Combo-Gitarrenverstärker reparieren

Beim sogenannten "Combo-Verstärker" montiert man die Lautsprecher und die elektronischen Bestandteile in ein- und dasselbe Gehäuse. Ein solches Gehäuse ist optional nach hinten hinaus geschlossen oder geöffnet – ein solcher Unterschied wirkt sich auf die Akustik aus, nämlich auf die spezielle Klangcharakteristik. Kleinere Combos betreibt man auch mit Batterien, für gewöhnlich mit nicht über 100 Watt Ausgangsleistung. Diese Apparate werden oft (und gerade für Probearbeiten) mit Kopfhörern. Beispiele dieser Art sind der "Fender Twin Reverb", der "Vox AC30", der "Roland Jazz Chorus JC-120", der "Orange Rockerverb 50C" sowie der "Marshall Bluesbreaker". Doch eine Gitarrenverstärker Reparatur gestaltet sich bei einem anderen Modelltyp etwas variiert: Wenn Box und Verstärker getrennt sind, ist vom "Head" (dem Topteil) und dem "Cabinet" (der Box) die Rede. Stapelt man diese, so ist dies ein "Stack" (nämlich ein Stapel). Hier werden zumeist ein bis vier einzelne Lautsprecher von 20 Zentimetern Diagonale berücksichtigt. Beispiele in diesem Zusammenhang sind der "Marshall Plexi", der "Orange Thunderverb 200H", der "Engl Savage 120", der "Mesa/Boogie Marke IV".

 

"Overdrive" und Endstufe

Bei Röhrenverstärkern nutzt man ein Bauteil, welches in den 1960er Jahren bei HiFi-Anlagen und Fernsehern durch Transistoren ersetzt wurde. Bei Tonwiedergabegeräten dieser Art ist der Verzerrungseffekt einer Elektronenröhre bei maximaler Lautstärkeeinstellung zu vermeiden gewesen, bei Gitarrenverstärkern führt gerade dieses Prinzip erst überhaupt zur erwünschten Charakteristik, welche mit dem Wort "Overdrive" bezeichnet wird. Wenn die Vorstufen übersteuert werden, ergibt sich bereits eine verzerrte Signalgebung am Endstufeneingang und leitet diese mit einer sehr geringen Spannung direkt an die Lautsprecher weiter. Bei diesen Boxen ergeben sich Eigenresonanzen, die sehr ausgeprägt sind. Bei "Single-Ended-Verstärkern" ist nur eine Röhre für die Endstufe vorhanden – hier fließt bei Betrieb nur die Hälfte des Maximalstromes. Die Folge: Man erhält eine hohe Flexibilität im Klang, wovon viele Musiker überzeugt sind.

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